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Er war eine
unserer Hoffnungen für die Rennsaison 2007. Bereits Ende 2006 zeigte der
Rainbows for Live Sohn aus der russischen Stute Radiace bei seinem zweiten
Lebensstart gegen die Schweizerische Elite der Zweijährigen im Coupe Des Deux
Ans mit dem vierten Platz seine Qualitäten. |
Doch
dann kam alles anders. Nach zwei weiteren Starts, darunter einem dritten Platz
im Frühling dieses Jahres, entschlossen wir uns, den Hengst zu kastrieren, da
er in den Rennen aufgrund seines Hengstverhaltens zunehmend die Konzentration
verlor. Am Nachmittag des 14. Mai erfolgte die Kastration in der Klinik des
Nationalgestüts. Seine Trainerin Franziska, die ihn begleitete, erinnert sich,
dass die Operation selber ohne Komplikationen verlief. Raneb kam in der
Aufwachboxe normal hoch. |
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Bild oben: Raneb als Zweijähriger kurz vor seinem ersten
Start. |
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Kurz danach
geschah es. Vermutlich durch eine heftige Bewegung erlitt der Hengst an der
Leistenöffnung einen Darmdurchbruch. Es war ein Bild des Grauens und
Schreckens. Da stand der Fuchs in der Boxe und schaute uns mit seinen grossen
Augen an. Ein Teil seines Darms hing raus und lag auf dem Boden. |
Das
Ärzte- und Pflegeteam der Klinik handelte sofort. Raneb wurde erneut in den OP
geführt, wo er eine zweite Vollanästhesie erhielt. Verzweifelt versuchten wir,
den Darm durch die Leistenöffnung nach oben wieder in seine Position zu
schieben. Nach eineinhalb Stunden mussten wir erfolglos aufgeben. Wir waren am
Punkt der Entscheidung. Einschläfen oder ihn wieder aus der Narkose holen und
einen Transport ins Tierspital Bern versuchen. Meine Frau und ich hatten
aufgegeben und sagten: Erlöst das Pferd. Dr. Dominik Burger, Chefarzt der
Klinik, meinte: „Ich sah in als zweijährigen laufen; er ist ein harter Kerl.
Gebt ihm noch eine Chance und lasst uns alles versuchen“. |
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Bild oben: Raneb beim Kauf mit 3 Monaten auf dem Gestüt in
Tschechien. |
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