Polen zwischen Tradition und Veränderung (5)

Diese französische Überlegenheit auf der Rennbahn ist keine Erscheinung neuerer Zeit, zurückzuführen auf die kontrovers diskutierten Hengste Manganate oder Kesberoy. Mit der Gründung des staatlichen Tersker Zuchtprogramms in Russland wurden 1930 aus Frankreich 6 Stuten und der Denouste Sohn Khan nach Russland importiert. Diese französischen Importe prägen bis heute das russische Zuchtprogramm, stammen doch die besten arabischen Rennpferde Russlands, wenn auch mit polnischem, ägyptischem und Crabbet Blut vermischt, noch heute aus diesen französischen Linien.  
 
links: Ekstern Fohlen aus einer Stute des Gestütes Bialka.











Foto: Nile Arabians
 
Für was soll denn diese Rennleistungsselektion in Polen noch gut sein, mag man sich da fragen? Die Antwort liegt auf der Hand. Leistungsselektion fördert und erhält die arabische Rasse in ihren Grundwerten und –attributen. Polnische Schaupferde sind nicht nur schöne Pferde, es sind in der Regel auch gesunde Pferde, die bestens als Reitpferde eingesetzt werden können. Dies hört sich vielleicht etwas einfach an, aber Hand aufs Herz, welcher Züchter von Schaupferden weiss heute noch ob seine Pferde wirklich gesund und resistent sind? Um in Paris oder Aachen im Schauring zu posieren, braucht es nicht eine Lunge oder ein Herz eines „Spitzensportlers“, die Sehnen und Bänder müssen nicht höchsten Belastungen standhalten und im Kopf sind Klarheit und Gelassenheit schon fast erfolgshinderlich.
 
links: Fohlen von Ekstern aus dem Gestüt Bialka.

Bialka paart zur Zeit mit Erfolg ihre beständigen, qualitativ hochstehenden Stuten mit typvollen Hengsten an, und findet auf diesem Weg immer mehr den Anschluss an die Gestüte Michalow und Janow.

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Foto: Nile Arabians

 
links: Jungstute von Ekstern aus dem Gestüt Michalow.

Diese Stute ist eine typische Vertreterin von Ekstern, ist sie doch stark von ihrem Vater geprägt.

 

 

 

 







Foto: Nile Arabians

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