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Ab August
konnte er wieder normal gefüttert und durfte endlich vom Maulkorb befreit
werden. Im September begann ihn Franziska wieder vorsichtig zu reiten. Als er
Ende September zum ersten Mal wieder die Trainingsbahn betrat, schien er vor
Glück und Freude zu strahlen. Von diesem Tag an war er wie verwandelt. Er
wartete nur darauf, endlich wieder galoppieren zu dürfen. Wir planten
eigentlich, wenn überhaupt, ihn sicher erst im nächsten Jahr wieder laufen zu
lassen. Aber Raneb fragte förmlich danach, wieder regelmässig zu arbeiten. Es
war fast unglaublich, wie schnell er mit jeder Trainingseinheit näher und näher
an seine alte Form kam. Inzwischen war er wieder auf einer täglichen
Futterration von 15 Litern Kraftfutter und 7kg Heu angelangt, die seinen
Energiebedarf stillten. Aufgrund seiner Entwicklung und Fortschritte entschlossen wir uns, ihn sechs Monate und zehn Tage nach seiner verhängnisvollen Kastration wieder an den Start eines Rennens zu bringen. |
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links: Raneb 6 Monate nach seiner Operation in seinem ersten Rennen.Foto: www.scarletti.ch |
| Am 24. November traf er in einem Rennen über 2150 Meter, dem Prix de l’Association Suisse des Cavaliers de Course, auf ein 12 köpfiges Feld. Ein hohes Reitergewicht von 61.5 kg, der tiefe Boden und die zweitäusserste Startboxe kamen ihm nicht gerade entgegen. Er reihte sich nach dem Start mit seiner Reiterin Karin Zwahlen am Schluss des Feldes auf. Auf der zweiten Spur aussen rum galoppierend machte er sukzessive Platz für Platz gut und kam nach 1600 Metern an zweiter Stelle aus dem Schlussbogen auf die Zielgerade. Jetzt fehlten ihm auf den letzten Metern noch etwas die Substanz und Rennpraxis. Doch er kämpfte in seiner alten Manier, überquerte an guter fünfter Stelle die Ziellinie und holte damit noch ein Platzgeld. Auch wenn er dieses Rennen nicht gewonnen hat, im wichtigsten Rennen seines Lebens ist er bereits ein Sieger. |
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links: Raneb gesund und zufrieden direkt nach dem Rennen mit Reiterin Karin
Zwahlen und Urs Aeschbacher.Foto: www.scarletti.ch |
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Wir danken an
dieser Stelle dem ganzen Team in der Klinik in Avenches und im Tierspital, dem
Physiotherapeuten, dem Oesteopathen, dem Hufschmied und allen, die Raneb
während den letzten sechs Monaten gepflegt haben, für ihren ausserordentlichen
Einsatz.
Urs Aeschbacher |
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