Kairo Report 2002 - Teil I

Unter den Pferden in privatem Besitz fielen mir hingegen einige ins Auge, die qualitativ den heutigen Anforderungen entsprechen und auf europäischen Schauen ohne weiteres mithalten können. Besonders die 1- bis 3-jährigen Stut- und Hengstfohlen, die teilweise aus Anpaarungen zwischen heimischen Stuten und importierten ägyptischen Hengsten stammten, fielen bezüglich ihrer Qualität auf. Bei den älteren waren es Importe selbst, die zu überzeugen vermochten. Diese auf privater Initiative beruhenden Bemühungen lassen auf einen ägyptischen Vollblutaraber aus dem Ursprungsland hoffen, der seinem Namen in Zukunft wieder alle Ehre antut.

 

links: In privatem Besitz von Dr. Nasr Marei befindet sich der  18 Jahre alte Farid Albadeia (Ameer Albadeia x Farida). Er wurde dieses Jahr zum vierten Mal Nationaler Championhengst von Ägypten.

Dieser Hengst verkörpert den ägyptischen Typ in klassischer und vollendeter Weise. Auffallend sind seine grossen sanften Augen, die Breite der Stirne, der kurze Kopf mit der feinen Nasenpartie und den kleinen, feinen Hengstohren. 

 

Zu hoffen ist, dass sich auch El Zahraa diese Chance nicht entgehen lässt und selbst von diesen privaten Initiativen zu profitieren vermag. Für die Gestütsleitung von El Zahraa sind in den nächsten Jahren Kreativität, Veränderungsbereitschaft und züchterische Offenheit gefragt. Das alte Erbe ist noch da, es muss jetzt auf den richtigen Weg geführt werden.

November, 2002
Urs Aeschbacher

 

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