Kairo Report - Teil II

Albadeia - Eine Quelle ägyptischer Vollblutaraber
Text: Urs Aeschbacher, Copyright by Nile Arabians
Bilder Urs Aeschbacher und aus Albadeia Archiv
Eine Oase inmitten Kairos

Durch eine kleine, schmale Nebengasse zur Giza-Strasse, nur unweit der grossen Pyramiden, gelangt man an ein unscheinbares, durch Bäume leicht verdecktes Holztor ohne Beschriftung, und niemand erahnt, was sich dahinter verbirgt.

Es ist der Eingang in eine andere Welt, die Welt von Albadeia, einem kleinen, gut behüteten Paradies ägyptischer Vollblutaraber. Ein schmaler, mit Steinplatten belegter Weg führt uns durch einen orientalisch anmutenden Park, entlang hohen Palmen und unter schattenspendenden Blättern von Bananen- und Feigenbäumen, durch ein Meer exotisch duftender Pflanzen und in hellen Farben leuchtender Blumen. Hinter sich lässt man den Lärm, den Geruch und den Verkehr der Tag und Nacht pulsierenden, 20 Millionen Einwohner zählenden Metropole Kairo.

 

 

 

 

links: Albadeia Park, Archiv Albadeia

Behutsam und unauffällig eingebettet in diese exotische Pflanzenwelt sind die pastellfarbenen Pferdestallungen mit feinen, orientalischen Ornamenten an Fenster- und Türrahmen. Daneben, in ähnlich, hellen Farbtönen, befindet sich das Gäste- und Wohnhaus von Dr. Nasr Marei, der uns mit grosser Herzlichkeit und seiner gewohnten Gastfreundschaft empfängt.

 

 

 

 

 

 

links: Stutenstall von Albadeia

Dr. Nasr Marei, Besitzer von Albadeia, führt uns gleich durch die Hengst- und Stutenstallungen und zeigt uns die dazugehörende kleine Klinik, die für Notfälle und für die Stutenbesamung dient. Nach der Besichtigung des gemütlichen Gästehauses folgen wir Nasr in sein Wohnhaus. Alleine hier könnte man Stunden verbringen, um all die alten, orientalischen Kunstgegenstände, Gemälde und Skulpturen zu bewundern und zu studieren. In Begleitung von Nasr’s drei Schäferhunden endet die Hausführung auf der zweiten Etage in seinem Schlaffzimmer, wo sofort zwei der Hunde mit Selbstverständlichkeit sein Bett besetzen. Es bestätigt sich; wer Pferde liebt, ist meistens auch ein grosser Hundenarr.
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