Sharjah - Ein kleines Emirat am Persischen Golf

Kamel- und Pferderennen, die grosse Leidenschaft in den Arabischen Emiraten

  

Samstagabend nach der Schau besuchten wir die Pferderennen in Nad Al Sheba. 6 Englisch Vollblutrennen bis zur Gruppe 2 und ein Araberrennen der Gruppe 1 standen auf dem Programm. Tausende von Flutlichtern erhellen den Rennplatz und das Geläuf fast taghell. Entlang den Rails und auf den mehrstöckigen Tribünen und Logen verteilt sich die Menge der Zuschauer.

   

Auf den Sitzplätzen ist die warme Nachtluft gesättigt mit fremdländischen Düften von den orientalischen Parfums der Zuschauer stammend, die bei einem Einlauf wild und laut in arabisch schreiend, ihre Favoriten anfeuern und so eine unvergleichliche Ambiance erzeugen.


Vorring mit den dahinter liegenden Sand- und Grasbahnen auf der Nad Al Sheba Rennbahn in Dubai

   

Vor dieser faszinierenden Kulisse wird in Nad Al Sheba Pferderennsport der Weltklasse geboten. Die berühmtesten Jockeys wie Franky Dettori oder Gary Hind sind auf Spitzenpferden, die sich für den World Cup zu qualifizieren versuchen, in hochdotierten Rennen am Start.










Ehrentribüne für die Ruler Familie Al Maktoum von Dubai und ihre Gäste

  
Das Vollblutarberrennen war als Gruppe 1 ausgeschrieben und ist eines der drei Challenge Round Rennen, aus denen am Ende ein Gesamtsieger hervorgeht. Zu den Topfavoriten zählte der Hengst Parador, ein dreiviertel Bruder zu Barour de Cardonne, von dem auch in der Schweiz vier Nachkommen stehen, von denen sich zurzeit zwei im Renntraining befinden.

Im mit 11 Pferden besetzten Feld stammten alleine 6 Nachkommen vom französisch gezogenen Hengst Dormane (Manganate x Mandore), dem zur Zeit besten Rennvererber weltweit.


Parador des Gestüts Al Shahania aus Qatar im Besitz von Sheikh Khalifa Bin Mohammed Al Thani
  
Es siegte aber überlegen der Kesberoy Sohn Saklawi Jadrane aus der auf tunesische Linien zurückgehenden Stute Djerian von Hamdani. Zur Zeit steht ein ähnlich gezogner, 4-jähriger Hengst, ebenfalls ein Kesberoy Sohn aus einer Dormane Tochter in der Schweiz bei Nile Arabians im Renntraining und wird zum Verkauf angeboten. Anlässlich des Open Day von Nile Arabians am 3. Mai 2003 in Avenches wird dieser Hengst zusammen mit anderen Renn- und Endurance Pferden aus besten französischen, tunesischen und russischen Linien vorgestellt.
Hengst Saklawi Jadrane (Kesberoy x Djerian)
 

Zweiter in diesem spannenden über 1800m auf Sand führenden Araberrennen wurde der 6-jährige Dormane Sohn Bopp Moon. Interessant an Bopp Moon ist, dass seine Mutter Duma eine Naftalin Tochter ist, und so über Topol und Priboj auf eine der besten russischen Leistungslinien zurückgeht.

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